Die Autoren, die mich beeinflussten

Welche Bücher, bzw. welche Autoren haben mich am stärksten Beeinflusst? Es waren hauptsächlich die SF Autoren der 60er 70er und 80er. Frank Herbert, James Tiptree Jr. Allan Dean Foster und Brian W. Aldiss.
Was hat mich an ihren Geschichten fasziniert? Allgemein gesagt, hat mir ihr Stil gefallen, unabhängig von den Geschichten, die sie erzählten, und die mich natürlich ebenfalls in ihren Bann zogen. Ich liebe die Sprache. Mir ist es in erster Linie wichtig, Freude an Texten zu erleben. An der Wortmelodie, dem Rhythmus und der Komposition. Ein Text ist für mich wie die Partitur einer Oper. Das mag daran liegen, dass ich in meiner Kindheit auch die Klassiker gelesen habe, bei denen, neben der Handlung, auch der Text die besondere Aufmerksamkeit des Autoren erhielt. Etwas, das heute ein wenig ins Hintertreffen gelangt. Ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, dass die Leser zu Konsumenten mutieren, die von Handlungsebene zu Handlungsebene hetzen, ohne den geringste Wert auf die Qualität des Textes zu legen. Ich bin da anders veranlagt und strebe danach, meine Geschichten mit Atmosphäre zu füllen.
Ich liebe den epischen Stil von Frank Herbert. Aus allem was er schreibt, fließt diese imperiale, adelige Würde, die seinem Kosmos genau jenes Leben einhaucht, das man mit einer feudalistischen Gesellschaft verbindet. James Tiptree jr, gefällt mir durch seine spielerische Art, mit der er seine Geschichten schreibt. Müsste ich einen Vergleich finden, käme Herberts Stil der Oper gleich, während Tiptree eher der Operette entspräche. Allan Dean Foster gefällt mir wegen seiner Rasanz und der Fülle an Einfällen die er in seine Romane einbringt. Gefühlt elebt man auf 200 Seiten eine Geschichte, für die andere 400 benötigt hätten. Brian W. Aldiss besitzt einen sehr realistschen Stil. Heliconia ist die Buchreihe, die mich von Anfang an faszinerte. Bei ihm zählt die Schilderung einer unbarmherzigen Welt, mit unbarmherzigen, intriganten Bewohnern. Fast jeder Protagonist besitzt Schattenseiten und glänzt nicht mit Heldentaten. Für mich nahm Aldiss viel vorweg, was George R.R. Martin erst später mit “Das Lied von Eis und Feuer“ gewagt hat.
Ich hoffe, mir meine Freude am Schreiben bewahren zu können und ein Publikum zu mir zu ziehen, dass sich für meine NOMAS Romane begeistern kann. Es ist, gelinde gesagt, nicht einfach die Leserschaft in kurzen Abständen zu bedienen oder bei Laune zu halten. Aber einen guten Roman zu schreiben, ist keine Sache, die man in ein paar Wochen zustandebringen.


English

Authors who inspired me

Which books or authors have influenced me the most? It was mainly the SF authors of the 60s 70s and 80s. Frank Herbert, James Tiptree Jr. Allan Dean Foster and Brian W. Aldiss.
What fascinated me about their stories? Generally speaking, I liked their style, regardless of the stories they told, which of course captivated me as well. I love the language. First and foremost, it is important for me to experience joy in texts. The melody of the words, the rhythm and the composition. For me, a text is like the score of an opera. This may be due to the fact that in my childhood I also read the classics, where, in addition to the plot, the text also received the author’s special attention. Something that is falling a little behind today. I’m getting more and more the impression that readers are mutating into consumers, rushing from plot level to plot level without paying the slightest attention to the quality of the text. I have a different disposition and strive to fill my stories with atmosphere.
I love the epic style of Frank Herbert. Everything he writes has that imperial, aristocratic dignity that breathes life into his cosmos that one associates with a feudalistic society. James Tiptree Jr, pleases me with the playful way he writes his stories. If I had to find a comparison, Herbert’s style would be like opera, while Tiptree’s would be more like operetta. Allan Dean Foster pleases me because of his rapidity and the wealth of ideas he brings to his novels. It feels like you’re reading a story in 200 pages that would take others 400. Brian W. Aldiss has a very realistic style. Heliconia is the book series that fascinated me from the beginning. What counts with him is the description of a ruthless world, with ruthless, scheming inhabitants. Almost every protagonist has dark sides and does not shine with heroic deeds. For me, Aldiss anticipated much of what George R.R. Martin later dared to do with The Song of Ice and Fire.
I hope to retain my joy in writing and to attract an audience that is enthusiastic about my NOMADS novels. It’s not easy, to say the least, to keep the readership engaged or happy in short bursts. But writing a good novel is not something you can accomplish in a few weeks.

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